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26.08.2016 - Pressemitteilungen

Psychiatrisches Zentrum Nordbaden (PZN) realisiert mit DIRINGER&SCHEIDEL Unternehmensgruppe (D&S) Neubauprojekte mit Signalwirkung in die Re -

Investitionsvolumen von ca. 21 Mio. Euro für eine neue Wieslocher Wohn- und Pflegeeinrichtung sowie eines Wohngruppengebäudes für den PZN-Heimbereich

- PZN veräußert dazu über 6.000 m² Fläche, Grundstückskaufvertrag im Juli geschlossen
- In zwei miteinander verbundenen Häusern der neuen Einrichtung „Service-Wohnen & Pflege Wilhelmshöhe“ entstehen 27 Senioren-Service-Eigentumswohnungen und 83 stationäre Pflegeplätze in 56 Einzel- und 12 Doppel-Appartements sowie drei PflegeApart-Wohnungen
- Ein drittes Gebäude wird im Auftrag der Illenauer Stiftungen für den Wiedereingliederungsbereich des PZN-Wohnheims gebaut
- Die D&S Tochtergesellschaft avendi Senioren Service GmbH wird die neue Senioreneinrichtung „Wilhelmshöhe“ betreiben
- Enge Kooperation mit dem PZN wird bei der Versorgung der Bewohner und bei der Pflege von Bewohnern mit besonderen Anforderungen vereinbart
- Baustelleneinrichtung und Vermarktungsbeginn im August 2016
- Save the date: Grundsteinlegung und Spatenstich am 21.10.2016

Wiesloch/Mannheim. Die Suche nach alternativen Wohnformen und –konzepten für Menschen im dritten Lebensabschnitt sowie eine hohe Nachfrage nach modernen, zeitgemäßen Pflegeheimplätzen im Wiesloch-Walldorfer Raum haben die Projektbeteiligten von PZN, D&S und der Stadt zusammengeführt.

Bereits 2012 erkannte die Geschäftsleitung des PZN den grundsätzlichen Anpassungsbedarf seiner Wohnstrukturen im Wohn- und Pflegeheim. Einerseits zeichneten sich mit Blick auf die zum September 2019 in Kraft tretende Landesheimbauverordnung erhebliche bauliche Investitionen ab. Andererseits wurde auch deutlich, dass das PZN speziell im Leistungsbereich des Psychiatrischen Pflegeheimes nicht über die nötige Wettbewerbsstärke verfügt, um sich dem wachsenden Markt stationärer Pflegeeinrichtungen stellen zu können.

Win-Win Situation für die öffentliche Einrichtung, den privaten Investor und die Stadt
Auf der Suche nach einer Lösung, die allen Interessen gerecht wird, wurden Kooperationsgespräche mit der Diringer & Scheidel Unternehmensgruppe Mannheim aufgenommen. Die daraus resultierenden Pläne zur Errichtung eines Fachpflegezentrums mit Service-Wohnen und der Schaffung von betreuten Wohngruppen für die Wiedereingliederung wurden unter Einbeziehung von Vertretern der Stadt Wiesloch zu ausgereiften Konzepten weiterentwickelt.

Der Projektdimension mit Investitionen im zweistelligen Millionenbereich hatte der Aufsichtsrat des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden im Juli 2016 auf der Basis der zwischen den Kooperationspartnern ausgearbeiteten Verträge zugestimmt. Und auch die Stadt Wiesloch begrüßt das Vorhaben, das neue Arbeitsplätze und Neubürger nach Wiesloch bringen wird. Das PZN als öffentlicher Auftraggeber und D&S als privater Bauherr und Betreiber betreten somit in dieser Konstellation ein vielversprechendes Neuland.

Insgesamt entstehen auf einem insgesamt 6.364 m² großen Areal in der stationären Pflege der neuen Senioreneinrichtung „Service-Wohnen & Pflege Wilhelmshöhe“ für Pflegebedürftige aller Pflegegrade sechs Wohngruppen mit ansprechenden Gemeinschaftsflächen und Außenbereichen. Allgemeiner Treffpunkt, auch für die Wieslocher Öffentlichkeit wird eine Cafeteria sein, in der regelmäßig Vorträge und Veranstaltungen stattfinden sollen.

Partnerschaft mit dem PZN ist auf viele Jahre geplant
Die D&S Bauunternehmung plant und errichtet zudem im Auftrag der Illenauer Stiftungen als Generalunternehmer auf dem Nachbargrundstück ein neues Wohngruppengebäude für den Bereich der Wiedereingliederung des Psychiatrischen Wohnheims des PZN. 22 Bewohner mit psychischen Erkrankungen bzw. seelischer Behinderung werden dort künftig in sechs kleinen Wohneinheiten in Gruppen zusammen leben. Soziale Kontakte werden durch ein an der Normalität orientiertes Gemeinschaftsleben unterstützt und ermöglicht. Ferner wurde vertraglich vereinbart, dass alle Bewohner, die noch im Psychiatrischen Pflegeheim des PZN leben, bei Interesse in die neu entstehende Pflegeeinrichtung von avendi überwechseln können. Die Versorgung erfolgt in enger Kooperation mit der PZN-Tochter, der Servicegesellschaft Nordbaden. So wird im hauswirtschaftlichen Bereich der Pflegeeinrichtung die Essens- und Wäscheversorgung durch die Servicegesellschaft erbracht.

Save the date: Grundsteinlegung und Spatenstich am 21.10.2016
DRINGER & SCHEIDEL und das Psychiatrische Zentrum Nordbaden planen am 21. Oktober 2016 die feierliche Grundsteinlegung für die neue Senioreneinrichtung Service-Wohnen & Pflege Wilhelmshöhe und den Spatenstich für das neue Wohngruppengebäude. Die Öffentlichkeit kann sich an diesem Tag schon einen ersten Eindruck über die geplante neue Senioreneinrichtung direkt vor Ort verschaffen.

Verkauf der Wohnungen und Pflege-Appartements startet in Kürze
Interessenten, die sich für den Kauf einer Senioren-Service-Eigentumswohnung oder eines Pflege-Appartements zur Kapitalanlage interessieren, erhalten weitere Informationen unter www.servicewohnen-pflege-wiesloch.de oder unter der Tel. Nr. 0621 8607-255.


17.08.2016 - Pressemitteilungen

Grabenlose Rohrsanierung: Die Anwohner haben mitgezogen- Sanierung der Regenwasserkanalisation in Hiddenhausen -

Die Anwohner haben mitgezogen
D&S Rohrsanierung saniert Regenwasserkanalisation in Hiddenhausen

Extreme Undichtigkeiten waren der Grund dafür, dass die Gemeinde Hiddenhausen die Regenwasserkanalisation in der Brüderstraße und der Kiebitzstraße sanieren musste. Aufgrund des Schadensbildes an den Betonrohren der Nennweiten DN 500, DN 600 und DN 800 sowie an einem Eiprofil DN 500/750, aber auch wegen der örtlichen Randbedingungen kamen für die von der Bockermann Fritze IngenieurConsult GmbH geplante Maßnahme lediglich flexible warmwasserhärtende Synthesefaserliner infrage. Die mit der Ausführung der Arbeiten beauftragte DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG GmbH & Co. KG, Niederlassung Herne, löste die Aufgabe mit dem DS-CityLiner®-Verfahren; betroffen waren Leitungsabschnitte mit einer Gesamtlänge von rund 380 Metern. Besondere Herausforderungen stellten schwer zugängliche Schächte und eine komplizierte Verkehrsführung dar. Entscheidend beigetragen zum reibungslosen Erfolg der Arbeiten hat neben der richtigen Technik die große Kooperationsbereitschaft der Anwohner, die von der Gemeinde frühzeitig über das geplante Bauvorhaben informiert worden waren.

Verrohrung schadhaft
„Ursprünglich war der sanierungsbedürftige Kanal ein kleiner Bachlauf, der als Vorfluter diente“, erläutert Dipl.-Ing. Michael Bastek, Wirtschaftsbetriebe Hiddenhausen, die örtlichen Gegebenheiten. Um das Regenwasser gezielt ableiten zu können, habe man den Bachlauf vor rund 50 Jahren verrohrt, führt Bastek aus. Bei einer im Rahmen der Selbstüberwachungs-verordnung Kanal (SüwVKan) fällig gewordenen Kamerabefahrung im Jahre 2013 seien dann Ausführungsfehler und deren Folgen offensichtlich geworden: Die Betonrohre des Kanals waren in einer Sandbettung verlegt worden, und teilweise war bei den Arbeiten offensichtlich nicht fachgerecht verdichtet worden. „Insbesondere bei nicht ordnungsgemäß verdichtetem Zwickel kann es über die Jahre zu schweren Schäden kommen, im schlimmsten Fall kollabiert das Rohr“, so Bastek weiter. Die Probleme in der Hiddenhausener Kanalisation spiegelten die Nutzungsdauer deutlich wider: Neben Scherben- und Rissbildungen zeigte das Kamerabild durch infiltrierendes Grundwasser verursachte Inkrustationen im Scheitelbereich, auch zahlreiche Rohrverbindungen waren inzwischen so undicht geworden, dass Handlungsbedarf bestand. „Es galt sowohl die Dichtigkeit als auch die Standsicherheit der Kanalisation wiederherzustellen“, beschreibt Dipl.-Ing. Malte Nowak, Bockermann Fritze IngenieurConsult, das Ziel der Sanierungsmaßnahme.  

Teilweise unter Privatgrundstücken
Nicht nur die Schäden an den Betonrohren erforderten Aufmerksamkeit, prekär war auch die Lage der zu sanierenden Kanäle. „Teile der Kanalisation liegen unter privaten, teils schwer zugänglichen Grundstücken oder unter der Bebauung“ beschreibt Nowak die Rahmenbedingungen. „Schächte befinden sich in Büschen und Beeten, in einem Fall liegt ein Schacht sogar in einer Garage.“ Entsprechendes Fingerspitzengefühl war demzufolge das Gebot der Stunde, zumal die privaten Grundstücksentwässerungsleitungen nicht von der Sanierungsmaßnahme betroffen waren. Auch das Offenhalten der Verkehrsführung für die Anwohner sei nach Auffassung von Bastek und Nowak eine knifflige Aufgabe gewesen. Man habe frühzeitig den Dialog mit den Anwohnern gesucht, denn der Abstimmungsbedarf sei „immens“ gewesen. Die Anwohner wurden nicht nur über den Anlass für die Bauarbeiten informiert, sondern auch umfassend über die Vorteile des zur Sanierung des Regenwasserkanals gewählten grabenlosen Verfahrens, das unter anderem mit kurzer Einbauzeit punktet und Aufgrabungen weitestgehend überflüssig macht. Keine Baugrube, weniger Baulärm und Schmutz – das waren Vorzüge, die auch die Hiddenhausener Bürger überzeugten. Bauleiter Martin Olschewski von der DIRINGER & SCHEIDEL Rohrsanierung, Niederlassung Herne, lobt deren großes Entgegenkommen: „Die Anwohner haben großes Verständnis gezeigt und die Mitarbeiter der Einbaukolonne zwischendurch sogar mit Kaffee und Kuchen versorgt.“

Arbeitsabläufe optimiert
Wichtig für das erfolgreiche und zielgerichtete Arbeiten war laut Olschewski insbesondere die Optimierung der Einbauabläufe und der Baustelleneinrichtung gewesen – nur so waren die zahlreichen Herausforderungen vor Ort zu meistern, zu denen unter anderem eine Haltung mit Absturz sowie drei Stellen im Kanal zählten, an denen ein Dimensionswechsel vorgenommen werden musste. Dazu gehört auch, dass die Gemeinde Hiddenhausen im Vorfeld Deformationsmessungen per Laser durchgeführt und die Statik gerechnet hatte, um die benötigten Wandstärken für die einzubringenden Schlauchliner zu ermitteln. Unter anderem hatten die Berechnungen ergeben, dass auf der ersten, 108 m langen Strecke wechselweise vier unterschiedliche Wandstärken benötigt wurden – ein Ergebnis, das sich laut Olschewski technisch und wirtschaftlich nicht vernünftig hätte realisieren lassen. Auch hier fanden die Baupartner einen tragbaren Kompromiss: eingezogen wurde ein Liner mit der größten erforderlichen Wandstärke. „Zunächst einmal sind das zwar höhere Materialkosten, aber dafür liegt der Aufwand für Logistik und Einbau niedriger“, begründet Auftraggeber Bastek diese Entscheidung. Letztlich konnte dank der gewählten Vorgehensweise die Zahl der Einbauten von 13 auf 5 reduziert werden – eine von vielen durchdachten Lösungen, die dazu beigetragen haben, die Baustelle in Hiddenhausen mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, Technik und Zeit zu optimieren.

Individuelle Lösungen gefragt
Auch bei anderen Herausforderungen haben die Baupartner tragbare Lösungen gefunden –  etwa für Leitungsabschnitte mit Scherbenbildung. Diese waren nur sehr schwer zu sanieren, zumal hier nicht mit einem Fräsroboter gearbeitet werden konnte. Um möglichen Schäden am Schlauchliner vorzubeugen, wurden die betreffenden Stellen nach den vorbereitenden Reinigungsarbeiten mit Kurzlinern ausgestattet. „Es handelte sich um sechs Abschnitte von jeweils 60 cm Länge“, so Olschewski weiter,  „mit denen das Altrohr stabilisiert wurde und  die Kanten entschärft wurden.“ Im Anschluss konnte dann der eigentliche Liner eingebracht werden. Beim eingesetzten DS CityLiner®-Verfahren wird ein außenseitig PU-beschichteter flexibler Nadelfilzschlauch vor Ort in einer automatischen Dosier- und Mischanlage mit Epoxidharz getränkt, kontrolliert kalibriert und dann mit Wasserdruck im Inversionsverfahren in die vorbereitete Haltung eingebracht. Das Ergebnis ist ein Produkt, dessen Standard und Qualität sämtlichen Anforderungen in puncto Dichtigkeit, statische Tragfähigkeit und hydraulisches Abflussverhalten gerecht wird. Untergebracht ist die Mischanlage im sogenannten DS CityLiner®. Die mobile Tränkanlage verfügt über je einen Harz- und einen Härtertank. „Diese sind klimatisiert, um die Harztemperaturen unabhängig von den Außentemperaturen auf einem definierten Stand zu halten“, erklärt Olschewski. Integrierte Messgeräte ermöglichen eine umfangreiche Kontrolle und Dokumentation, regelbare Förderpumpen sorgen für den Transport der automatisch dosierten Harz- und Härtermengen zum Zwangsmischer. Nun werden die Komponenten unter Luftausschluss zusammengeführt und in den Filzschlauch eingebracht. Der harzgetränkte Liner wird dann mit Wasserdruck im Inversionsverfahren in die zu sanierende Haltung eingebracht. Das Aufheizen des bei der Inversion verwendeten Wassers bewirkt, dass das Epoxid-System zu einem neuen Rohr aushärtet. Gegebenenfalls vorhandene, durch den Linereinbau verschlossene Kanalanschlussleitungen können nach dem Aushärten mit dem DS-Roboter geöffnet werden.

Absturz und Dimensionswechsel
Insgesamt sanierte die D&S Rohrsanierung in Hiddenhausen 380 m Kanal mit dem gewählten Verfahren. Ein 108 m langes Teilstück wies mit einem Gefälle von 7 m und einem 70 cm tiefen Absturz in einem seiner Zwischenschächte gleich zwei Besonderheiten auf und erforderte dementsprechend besonderes Fingerspitzengefühl bei Planung und Einbau. In einem weiteren Sanierungsabschnitt folgte auf ein Ei-Profil 500/750 zunächst eine Haltung DN 500 und im Anschluss eine Haltung DN 800. Hier entschieden sich die Baupartner dazu, den Übergang zwischen dem Eiprofil 500/750 und dem Kreisprofil DN 500 mittels Konus auszubilden und im weiteren Verlauf durchgängig einen Schlauchliner mit der Nennweite DN 500 einzubauen. Bis zum Aushärten des verwendeten Schlauchliners sorgte ein Stützschlauch für die erforderliche Stabilität. Der entstandene Ringraum im Bereich der Haltung DN 800 wurde im Nachhinein verdämmt. An drei Stellen waren zudem innerhalb der Haltungen Dimensionswechsel von DN 500 auf DN 600 vorzunehmen. Die Dimensionswechsel wurden auf der Baustelle eingemessen und zwei Liner werksseitig in den erforderlichen Längen und Nennweiten fachgerecht durch Konen miteinander verbunden, sodass auch die Strecken jeweils in einem Zug saniert werden konnten.

Für alle Fälle gerüstet
Gerade diese Spezialfälle verdeutlichen die großen Vorteile des flexiblen DS CityLiner®-Systems: starke Höhenversätze und Richtungsänderungen innerhalb eines Sanierungsabschnittes sind ebenso realisierbar wie Nennweitenänderungen und/oder Profilwechsel. Die Vorkonfektionierung der Schlauchliner im Werk und der Einsatz des besonders robusten Epoxidharzsystems, das bei der Aushärtung keinerlei chemischen Schrumpf erfährt, bieten eine maßgeschneiderte Lösung für die vielschichtigen Aufgaben, die im Sanierungsalltag zu bewältigen sind. Mit dem Auffräsen der Einbindungen für die Hausanschlussleitungen fanden die Arbeiten nach rund zwei Monaten ihren Abschluss. Das verwendete hochwertige Epoxidharzsystem, das sich unter anderem durch seine hohe Maßhaltigkeit auszeichnet, hat dazu beigetragen, dass sich in den geöffneten Anschlussbereichen kein Spalt ergeben hat und ohne weitere Arbeiten eine dichte Anbindung erzielt werden konnte. Mit dem Ablauf und dem Ergebnis der Arbeiten zeigen sich die Beteiligten sehr zufrieden. „Wir haben das Ergebnis erzielt, dass wir haben wollten“, fasst Planer Nowak zusammen. Die Zusammenarbeit sei „konstruktiv und technisch-sachlich“ gewesen, in der D&S Rohrsanierung habe man den perfekten Partner für die kniffligen Herausforderungen gefunden.

Weitere Informationen zur DIRINGER & SCHEIDEL Rohrsanierung finden Sie unter www.dus-rohr.de