Spatenstich fürs Umspannwerk 1
Der offizielle Spatenstich für die Runderneuerung des Umspannwerks 1 in Neckarstadt-West durch (v.l.n.r.) Bernhard Bauer, Geschäftsführer der D&S Bauunternehmung, Dr. Hansjörg Roll, Technikvorstand der MVV, Oberbürgermeister Christian Specht und Julian Spring, Head of Finance Grid Technology bei Siemens Energy.
„Wir investieren hier knapp 30 Millionen Euro in die umfassende Modernisierung des Umspannwerkes 1“, erklärte Dr. Hansjörg Roll, Technikvorstand der MVV, der das Event zum offiziellen Spatenstich eröffnete. „Dabei wird die 110-kv-Schaltanlage durch eine hochmoderne und effiziente Anlage ersetzt.“ Die Maßnahme sei Teil eines 400-Millionen-Euro-Investitionsprogramms, mit dem man die Herausforderungen der Energiewende angehen möchte. Dabei gehe es vor allem um den systematischen Ausbau und die Erneuerung der Infrastruktur, um die Energieversorgung der Stadt künftig noch effizienter und umweltfreundlicher zu machen. „Im Sinne der Nachhaltigkeit freut es uns umso mehr, dass das Gebäude zudem mit CO2-reduziertem Beton von DIRINGER & SCHEIDEL errichtet wird und eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher erhält.“
Oberbürgermeister Christian Specht (CDU) schilderte in seinen Ausführungen, vor welch immensen Herausforderungen die Stadt im Bereich des Infrastrukturausbaus für die Energiewende steht: „Alleine im Verkehrssektor oder bei den privaten Haushalten, die wir nicht ans Fernwärmenetz anbinden können, wird der Strombedarf in den kommenden Jahren massiv steigen“, so Specht. Aber auch große Unternehmen, wie zum Beispiel die BASF elektrifizierten derzeit viele Prozesse. Da sei ein zuverlässiges Stromnetz vonnöten, das den Bedarf jederzeit decken könne.
„Mit dem Bau des zweigeschossigen Schaltanlagengebäudes leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der nachhaltigen Energieversorgung in Mannheim und der Rhein-Neckar-Region“, erklärte Bernhard Bauer, Geschäftsführer der D&S Bauunternehmung. „Die Kombination aus Funktionalität und technischer Präzision ist hierbei entscheidend, um den hohen Anforderungen an eine zukunftsfähige Strominfrastruktur gerecht zu werden. Als erfahrenes Bauunternehmen mit einer tiefen Verwurzelung in der Region sind wir stolz darauf, Teil dieses wegweisenden Projekts zu sein“, so Bauer. Er bedankte sich bei den Projektpartnern für das Vertrauen und war absolut überzeugt davon, dass sein Team die schlüsselfertige Herstellung des Gebäudes, wie geplant, bis Ende 2026 meistern wird.
Errichtet wird das Gebäude in moderner Sandwich-Bauweise, bei der die Gebäudehülle aus vorgefertigten Wand- und Dachelementen besteht. Diese sind aus zwei festen Deckschichten und einem dazwischen liegenden Kern gefertigt. Bei den Massivbauteilen kommt der CO2-reduzierte Beton zum Einsatz. Nach seiner Fertigstellung bietet das Schalthaus Platz für die Schaltanlage im Erdgeschoss, die Sekundärtechnik im Obergeschoss sowie einen Kabelausbau. Dieser Innenausbau soll dann bis Ende 2028 abgeschlossen sein und das runderneuerte Umspannwerk 1 in Betrieb gehen.